NICHT ALLES, DAS WIE SPIEL AUSSIEHT IST AUCH SPIEL

Spiel wird leider von sehr, sehr vielen Hundehaltern fehlinterpretiert. "Der tut nix, der will nur Spielen" ist ein Satz, der schon längst Kultstatus erlangt hat. Und dennoch wissen die meisten Hundehalter nicht, was richtiges Spiel unter Hunden auszeichnet. Geschweige denn, woran sie erkennen, dass es bitterer Ernst ist, oder zu werden droht.

Ganz viele Raufereien könnten verhindert werden, wenn die Menschen die Sprache ihrer Hunde besser kennen und verstehen würden.

Bild von Evita S@pixabay. Herzlichen Dank!
spielende Hunde Bild von Evita S@pixabay. Herzlichen Dank!

WAS RICHTIGES SPIELEN AUSZEICHNET

  • die Rollen wechseln; einmal rennt der eine davon, der andere hinterher, dann umgekehrt. Einmal ist der eine am Boden, der andere über ihm und dann umgekehrt
  • die Bewegungen sind locker und übertrieben
  • es enthält immer wieder Spielsignale
  • es fehlt jeder Ernstbezug
  • kein Spielpartner zeigt Angst
  • die Hunde halten immer wieder kurz inne

Ganz wichtig ist immer der Verlauf der dem Spiel vorausgehenden Begrüssung:

  • die Annäherung findet indirekt, in kurvigen Linien statt
  • die Hundekörper sind entspannt
  • viel seitliche Bewegung in der Rute
  • Augenausdruck weich, blinzeln
  • Blickkontakte nur ganz kurz
  • Schnauze zu Gesicht - Kontakt nie "von oben herab" (tiefe Körperhaltung)
  • bei der Analkontrolle werden die Körperpositionen angeglichen

SPIEL KANN KIPPEN! WANN AUS SPASS ERNST WIRD

Wenn folgende Verhaltensweisen gezeigt werden, sollte das Spiel durch den Menschen beendet werden:

  • zu Boden drücken
  • hart anrempeln  ( Ausnahme, es spielen Hunde der gleichen Rassen, bei denen dies zum Spielrepertoir gehört)
  • Bellen ohne Pause
  • Anstieg der Erregung ohne Phasen der Entspannung
  • grobes Spiel
  • aufreiten
  • belauern
  • gehäufte Stressanzeichen bei einem der Hunde. Diese findest Du hier.
  • ein Hund läuft zu der Bezugsperson - es muss nicht die eigene sein, springt evtl. an ihr hoch, umklammer sie evtl.
  • die Hunde frieren häufig ein
  • Pfote auf den Rücken legen wird abgewehrt
  • Kopfauflegen und dessen Abwehren
  • vertikales Spiel ( Aufrichtigen auf die Hinterbeine) dauert länger als wenige Sekunden
  • Lautäusserungen steigern sich
  • niesen
  • beim Rennen schlägt der verfolgte Hund immer wieder schnelle 180Grad -Hacken

Hast Du keine Chance, Deinen Hund aus solchen Situationen abzurufen?

 

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